Sieg und Niederlage auf der Nord-Tour des MTSV Eschershausen

"Der Bann ist gebrochen"

Am vorletzten Punktspielwochenende musste die Oberliga-Mannschaft um Kapitän Alshut auf große Reise gehen. Oldenburg und Jever standen auf dem Programm.

Wollte überhaupt ein Sieg möglich sein, standen die Chancen beim Aufsteiger SG Schwarz-Weiß Oldenburg am Besten, die selbst auch im unteren Tabellenteil beheimatet sind.

Aber auch personelle Veränderungen wurden in der Mannschaft vorgenommen. Aufgrund des momentanen, mangelndenTrainingseifers und der daraus resultierenden schlechten Leistungen in den Punktspielen wurden die beiden Youngster Pham Tuan und Walter vorerst vom Spielgetrieb freigestellt.

Die Mannschaft erhofft sich mit dieser Maßnahme eine bessere Stimmung und eine Leistungssteigerung des restlichen Teams. Ab sofort werden Spieler der 2. Mannschaft zum Einsatz kommen und an diesem Doppelspieltag war es Routiners Michael Podwonek, der sich mehr als achtbar schlug.

Aufgrund der bisherigen Doppelschwäche wurden die Doppel umgestellt, leider aber nicht mit dem ganz großem Erfolg, denn nur das Doppel 3 Kibala/Podwonek konnte einen knappen 3:2 Sieg (13:11) im Entscheidungssatz gegen Schulz/Bock einfahren.

Aber in diesem Spiel sollte es mal endlich anders kommen. Die erwarteten Punkte des Spitzenpaarkreuzes Wandachwicz und Kibala wurden erzielt und stellten die Weichen für einen Erfolg.

Großen Anteil am ersten Sieg hatte dieses Mal die Mitte mit Schway und Heise, die einen sehr guten Tag erwischt hatten und jeweils 2 Siege einfuhren. Schway konnte beide Gegner jeweils in drei Sätzen bezwingen, Heise dagegen musste mehr kämpfen um in vier und fünf Sätzen siegreich zu bleiben.

Wie äußerte sich der Abteilungsleiter Friedhelm Bandke nach dem Spiel: " Jetzt ist auch bei unserer Mitte und in der gesamten Mannschaft der Knoten geplatzt."

Podwonek hatte gegen die Nr. 5 Schnabel wenig Chancen und verlor in drei Sätzen. Alshut kam bis in den Entscheidungssatz, der dann völlig an ihm vorbeilief.

Am Ende hieß es 9:4 für die Raabestädter und der 1. Erfolg perfekt. Dementsprechend war dann auch eine sehr positive Stimmung beim gemeinschaftlichen Abendessen.

Stang/Schnabel - Schway/Heise 3:2, Z´dun/Ohlrogge - Wandachowicz/Alshut 3:1, Schulz/Bock - Kibala/Podwonek 2:3 (11:13) Stang-Kibala 1:3, Z´dun-Wandachowicz 0:3 (3,6,1), Ohlrogge-Heise 2:3 (8:11), Schulz-Schway 0:3, Schnabel-Podwonek 3:0, Bock-Alshut 3:2 Stang-Wandachowicz 0:3, Z´dun-Kibala 0:3, Ohlrogge-Schway 0:3 und Schulz-Heise 1:3

Am anderen Morgen ging es dann nach einem ausgedehnten Frühstück in die Bierstadt Jever. Hier wartete ein ganz anderes Kaliber auf die Mannschaft, der Regionalligaabsteiger der letzten Saison und momentan im Mittelfeld der Tabelle zu finden. Für Wandachowicz war es wie ein Ankommen in seiner alten Heimat, hat er doch früher einige Jahre hier gespielt und dementsprechend wurde er von vielen ehemaligen Fans freundschaftlich begrüßt; doch damit endete dann auch die Freundschaft.

Die Eschershäuser stellten ihre Doppel wieder um und erhofften sich heute mehr Erfolg. Fehlgedacht, denn nur das Spitzendoppel Wandachowicz/Kibala konnten sich klar in 3 Sätzen gegen Pfaffe/Stickel durchsetzen. Schway und Heise hatten gegen die Jeveraner Spitzenkombination Milovanov/Walaa El-Din (Weißrussland/Ägypten) keine Chance und verloren in 3 Sätzen, ebenso klar verloren Alshut/Podwonek gegen Laskowski/Lesssenich.

Die Spitzenspiele versprachen viel Spannung, doch nicht immer kam es so. Kibala hatte wenig Möglichkeiten sein Spiel gegen Milovanov zu gewinnen und unterlag in 3 Sätzen. Zum Aufreger wurde das Spiel Wandachowicz/Walaa El-Din, der mit seiner arroganten Spielverzögerungstaktik Wandachowicz und die Zuschauer aus der Ruhe brachte. Dennoch zeigte der Raabestädter gute Nerven und gewann in 4 Sätzen (letzter Satz 11:3).

Schway und Heise hatten es wesentlich schwerer als am Vortag gegen ihre Gegner Pfaffe und Laskowski und verloren jeweils in 4 Sätzen. Alshut musste sich gegen Ersatzmann und Abwehrspieler Stickel ebenfalls in 4 Sätzen beugen, fand er kein so richtiges Rezept, das Bollwerk zu knacken. Zwar nicht das Spiel seines Lebens, aber ein sehr gutes Spiel machte Podwonek gegen Lessenich.

Die Spielstände und die Sätze gingen hin und her und brachten ein spannendes Match, doch am Ende verlor Podwonek ein wenig unglücklich mit 11:8 im Entscheidungssatz. Hier wäre eine Erfolg möglich gewesen.

Im Spitzenspiel Milovanov gegen Wandachowicz war es wie schon des öfteren in der Vergangenheit. Wanda gewann die ersten beiden Sätze wohl zu klar (3,7) und so ließ seine Konzentration und seine superstarken Rückandbälle nach und er musste in der Entscheidungssatz. Sein Gegenüber fand im besser ins Spiel und so verlor der polnische Spitzenspieler dann auch zum Verdruss seiner Mitspieler mit 8:11.

Kibala hatte gegen den Ägypter keine Chance und fand nicht seinen Spielrythmus und verlor in 3 Sätzen.

So endete das Spiel mit einer 9:2-Niederlage und damit traten dann die Jungs um Abteilungsleiter Friedhelm Bandke die mehr als 300 km lange Heimreise an, auf der viel diskutiert und auch gelacht wurde.

Ein Fazit der Nordreise gab es dann doch. Die Stimmung in diesem Team ist wieder besser und darauf lässt sich für die kommenden Spiele aufbauen. Der Schritt, vorerst ohne die Youngster zu spielen, ist richtig.

Mit nunmehr 2 Pluspunkten bleibt die Mannschaft zwar im Tabellenkeller, hat jedoch am nächsten Wochenende die Mannschaften aus Marklohe und Neuhaus zu Gast, die ebenfalls am Tabellenende stehen.

Soll der Abstieg vermieden werden, sind 4 Punkte zwingend notwendig.

Auch die Stimmung in der 1. Jungen-Mannschaft dürfte weiter steigend sein, denn am Sonntag konnte die Mannschaft gegen den Tabellennachbarn aus Emmerke den dritten Sieg in Folge feiern und mit 8:5 gewinnen.

Nach den verlorenen Doppel konnten sich die Spieler in den Einzeln wesentlich steigern. Giesemann konnte 3 Siege erringen, Notbohm 2, Steinmetz 2 und Jan Murawsky einen Erfolg verbuchen. Mit diesem Sieg klettern die Jungs weiter in Richtung Tabellenmitte.

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