"Farewell (Verabschiedung) Jacek und Pavel"

Eine schöne Zeit in der Oberliga geht ihrem Ende entgegen

Verabschiedung der beiden polnischen Spitzenspieler vor der Partie gegen den MTV Eintracht Bledeln. V.l.n.r.: Jacek Wandachowicz, Friedhelm Bandke, Pawel KibalaVerabschiedung der beiden polnischen Spitzenspieler vor der Partie gegen den MTV Eintracht Bledeln.
V.l.n.r.: Jacek Wandachowicz, Friedhelm Bandke, Pawel Kibala

Am ersten Aprilsonntag im Jahre 2017 geht eine Ära zu Ende, die der Tischtennisabteilung des MTSV Jahn Eschershausen eine sehr erfolgreiche Zeit beschert hat. Zwei Spieltage vor Ende der Saison verabschiedete die 1. Herren-Mannschaft seine beiden polnischen Spitzenspieler Jacek Wandachowicz und Pavel Kibala vor dem Punktspiel gegen den MTV Eintracht Bledeln und überreichte ihnen als Dank für eine sehr erfolgreiche Zeit jeweils eine Fotokollage. In seiner kurzen, aber emotionalen Abschiedsrede in Englisch bedankte sich Abteilungsleiter Friedhelm Bandke im Beisein des SG-Bürgermeisters Wolfgang Anders für den jederzeit sportlichen und erfolgreichen Einsatz und wünschte beiden Spielern für die Zukunft weiterhin alles Gute mit den Sätzen: "Danke, dass ihr hier gewesen seid und das wir fast 3 Jahre schönes Tischtennis in der Oberliga erleben durften. Macht es gut und viel Glück."

Hochmotiviert gingen die Raabestädter, wieder vor nur sehr wenigen Zuschauern, in die Partie und konnte sie bis zum 5:5 offenhalten. Wieder einmal wurden die Doppel umgestellt, leider konnte nur das Spitzendoppel Wandachowicz/Heise gegen Giebenrath/Schleinitz ein schon fast verloren geglaubtes Spiel (5.Satz 6:10) drehen und die Mannschaft in Führung bringen. Kibala/Meyer fanden gegen die Bledelner Kombination Fricke/Rupp kein Mittel und verloren klar in drei Sätzen. Äußerst spannend verlief die Paarung Schway/Alshut gegen Coco/Obst, die erst im Entscheidungssatz mit 9:11 abgegeben werden musste.

Ein Offensivspiel der besonderen Güte zeigten Wandachowicz und Fricke und erfreuten die wenigen Zuschauer. Wandachowciz konnte seine Erfahrung gepaart mit Supergewinnschlägen untermauern und gewann verdient in vier Sätzen. Kibala musste sich dem Defensivspieler Giebenrath in vier Sätzen beugen, konnte er lediglich den 2. Satz klar für sich entscheiden.

Schway hat in seinem ersten Spiel wieder richtig Spielfreude an den Tag legen können und den sehr erfolgreichen Schleinitz in vier Sätzen besiegen können. Heise gegen Rupp, im einzigen Fünfsatzspiel im Einzel konnte sich leider nicht durchsetzen und gab den Entscheidungssatz mit 7:11 ab. Kapitän Alshut, der zum Ende der Saison immer besser in Fahrt kommt, konnte sich gegen Ersatzmann Obst in vier Sätzen erfolgreich zeigen. Meyer, der sein Oberligadebüt feierte, konnte durchaus gut mithalten und sogar einen Satz gegen Coco gewinnen, doch letztendlich reichte es nicht zum Sieg.

Im Spitzenspiel Wandachowicz gegen Giebenrath, oder Angriff gegen Abwehr, kam es zu einer spannenden Auseinandersetzung. Wandachowicz gewann den ersten Satz mit 13:11 und verlor den Zweiten genauso. Auch der dritte Satz endete knapp mit 11:9, ehe der erfahrene und abgezockte Pole mit zwei leicht angehoben Topspinbällen seinen Gegner lockte und dieser beide ins Netz schlug und somit die Partie verlor. Nach diesem 5:5-Zwischenstand war kein Spiel mehr zu gewinnen. Kibala verlor gegen Fricke mit 1:3, ebenso Schway gegen seinen langjährigen TT-Kumpel Rupp. Heise fand gegen Schleinitz kein Gegenmittel und verlor in drei Sätzen, auch Alshut konnte sein zweites Spiel nicht gewinnen.

So endete die letzte gemeinsame Begegnung mit den polnischen Spitzenspielern 5:9.

Wandachowicz wird mit einer Bilanz von 31:5 Siegen im Spielerranking den 2. Platz belegen und seine spielerische Klasse damit beweisen.

Mit 7:29 Punkten belegt die Mannschaft den 10. Tabellenplatz.

Mit viel Wehmut äußerte sich der Abteilungsleiter Friedhelm Bandke: "Heute war durchaus mehr drin, doch es sollte nicht sein. Wir können stolz und erhobenen Hauptes die Saison zu Ende spielen und danach diese zu starke Oberliga verlassen. Enttäuschend war wieder einmal die zu geringe Zuschauerresonanz." Bandke fragte sich: "Für wen haben wir die letzten Jahre diesen Aufwand betrieben, doch nicht nur für uns? Wir wollten unseren Zuschauern und Mitgliedern des Vereins nie dagewesene sportliche Leckerbissen präsentieren, doch in der abgelaufenen Saison hat das niemanden mehr interessiert. Einige treue Fans werden sicherlich dieser Zeit mit höchstattraktiven TT-Sport in Eschershausen und im Kreisgebiet nachtrauern."

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