Karate

Gichin Funakoshi

Gichin FunakoshiVor mehr als 1000 Jahren wurden karateähnliche Techniken von buddhistischen Mönchen im Kloster Shaolin geübt.

Der Mönch Bodhidharma führte nach einer Wanderung von Südindien nach Shaolin (China), die dort lebenden Mönche in Zen und gymnastischen Kampfformen (Shi-pa-lo-hansho) "Die achtzehn Hände der Buddha Schüler".

Diesen achtzehn Techniken gelten heute als Ursprung sämtlicher Kampfkunstsysteme. Um die von ihm entwickelte Techniken zu sichern, schuf Bodhirdhama ein formales Lehrsystem, die Kata, mit denen alle Übungen auch ohne Partner durchgeführt werden konnten Diese Kampfkunst wurde immer weiterentwickelt und später durch Chinesen auf die Insel Okinawa gebracht.

Anfang des 17 Jahrhunderts wurde Okinawa von dem japanischen Satsumura Clan besetzt welcher den Waffenbesitz für alle Inselbewohner verbot. Dadurch wurde ungewollt die Entwicklung des Kampfes mit leeren Händen sowie mit landwirtschaftlichem Gerät (Nunchaku, Tonfa, etc.) gefördert. Durch hartes Training wurden die Inselbewohner gefürchtete Gegner, selbst für den bewaffneten Feind. Die entstandene Kampfkunst Okinawa-te wurde unter strengster Geheimhaltung geübt.

Der moderne Meister Gichin Funakoshi, welcher 1957 im Alter von 88 Jahren starb, änderte die Schriftzeichen in seine heutige Bedeutung. Er wählte diese Bedeutung bewusst wegen ihres Sinnes in der zenbuddhistischen Philosophie.

Für ihn war Karatedo eine Kampfkunst, gleichzeitig aber auch ein Weg um den Charakter zu formen.

Karatedo wurde erstmals im Juni 1922 offiziell in Japan der Öffentlichkeit demonstriert. Anstoß dazu gab Jigoro Kano, der Begründer des Judo.

Die Zuschauer waren von der Darstellung so beeindruckt, dass sie Funakoshi baten, in Tokio zu unterrichten. So kam es, dass Funakoshi Karate-Do an mehreren Universitäten lehrte.

Gichin Funakoshi 

Unser Training beruht weitgehend auf den 3 Säulen Grundschule, Kata und Kumite. In der Grundschule werden einzelne Techniken und Kombinationen von Blöcken, Schlägen, Stößen und Tritten immer weiter verbessert. Zuerst liegt der Schwerpunkt auf die richtige Ausführung und Körperhaltung, später wird die Geschwindigkeit und das Kime (schockartiges Konzentrieren der Kraft auf einen Punkt) erhöht. In der Kata werden sowohl die Grund- sowie / weiterführende Techniken geübt. Die Kata ist ein festgelegter Bewegungsablauf in dem gegen mehrere imaginäre gekämpft wird. Jede Kata setzt andere Schwerpunkte in hinsichtlich der Ausbildung bestimmter körperlichen bzw. taktischer Fähigkeiten. Dies ist sicherlich auch der Grund warum jeder Kata hat die ihm besser liegen. Später werden die Kata mit Partner in der Anwendung trainiert. Kumite ist der Oberbegriff für alle Partnerübungen und Kampfformen. Schritt für Schritt werden in den Kumiteformen Distanzgefühl, Timing und Kontrolle der Technik geübt.

Trainingszeiten

Kinder
Dienstags 16:30 bis 17:15 Uhr
Freitags 17:15 bis 18:45 Uhr

Anfänger Jugendliche und Erwachsene
Dienstags 17:15 bis 18:30 Uhr

Erwachsene
Dienstags 19:30 bis 20:15 Uhr
Donnerstags 19:00 bis 20:15 Uhr

Trainer

Kinder
Simone Köhler-Janek und Bernd Mikus
37632 Eschershausen
Tel: 05534/ 941464

Erwachsene
Adam Kowalczyk

 

Abteilungsleiterin
Daniela Gerull

Kassenwart (bis 31.12.2016)
Janusz Buczkowski
Am Rebenring 5
37632 Eschershausen
Tel: 05534/ 3735

Geschichte des Karate-Dojo Eschershausen 

Das Karate-Dojo Eschershausen wurde im Jahre 1971 gegründet von Gerd Schäfer und Rudolf Eberstedt. Erster Trainer des Dojo war Gerd Schäfer, der später abgelöst wurde durch Rudolf Eberstedt, da dieser die Prüfung zum 1. Dan bestand. 1975 schied Rudolf Eberstedt aus dem Verein aus, um ein Karate-Dojo in Stahle zu gründen. Das Traineramt übernahm nun Peter Czekay, der diese Funktion mehrere Jahre ausübte. Anfang der neunziger Jahre verließ er das Dojo und sein langjähriger Co-Trainer Howard Meecham übernahm das Traineramt.

Bis heute haben es drei seiner langjährigen Schüler und Schülerinnen unter seiner Leitung zum 1. und 2. Dan gebracht. Im Verein sind mehrere Kinder und Erwachsene, die die Dan-Prüfung anstreben. 

Es ist nennenswert zu sagen, dass in den 70er Jahren Shihan Ochi, heute 8. Dan, einen Lehrgang ausgeführt hat. In den 80er Jahren organisierte Howard Meecham mit seinem damaligen Dojo-Leiter Joachim Klenke mehrere Lehrgänge in Eschershausen mit hochgradigen und bekannten Trainern, so z. B. Sensei Burkhardt Repp, Sensei Klaus Sterbe, Sensei Jürgen Willrodt und Sensei Perchold. Alle gehörten zum Nationalkader Deutschland. 

Howard Meecham hat im Alter von 36 Jahren mit dem Karatesport begonnen, er hat damit bewiesen, dass man auch als Spät-Beginner durch intensives und diszipliniertes Training ein solches Ziel erreichen kann. Diese Eigenschaften erwartet er auch von seinen Mitstreitern im Karate-Dojo Eschershausen. Mit seiner zurückhaltenden und bescheidenen Art hat er, darüber sind sich alle Anhänger dieses Kampsports einig, eine neue Atmosphäre in die Vereinsabteilung gebracht. 

Bei uns ist jeder willkommen – Jung und Alt!

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